DPSG - Stamm Guy de Larigaudie Neustadt/Weinstraße
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unser Projekt

Familien-Landwirtschaftsschule in Brasilien:

Ziele der Arbeit des in Brasilien tätigen Pfarrers Pirmin Spiegel:

Wichtigstes Instrument, um die Ziele zu erreichen, ist die "Pädagogik der Alternancia". Zwei Wochen in der Landwirtschaftsschule, danach zwei Wochen in der Familie und Communidade. Diese Art des Lernens bringt Schüler, Familie und Communidade zusammen. Die Schülerinnen und Schüler lernen und arbeiten praktisch und theoretisch. Sie lernen Volksbewegungen kennen und sich in ihnen zu artikulieren. Die Eltern werden einbezogen durch regelmäßige Gemeinschaftsarbeit auf den Feldern der Familien-Landwirtschaftsschule. Thematik und Problemstellungen des Unterrichts sind laut Studienplan bezogen auf den Erfahrungshorizont und Lebensalltag der Schüler und Schülerinnen. Sie führen ein "Heft der Wirklichkeit" und "Heft des Beobachtens".

In Jahr 2000 wurde mit fünf Klassen gearbeitet: 10 Schülerinnen und Schüler in der 3. Klasse, 14 in der 4. Klasse, 35 in der 5. Klasse, 29 in der 6. Klasse, 8 in der 7. Klasse. Die Kapazitäten sind ausgelastet. Im Jahr 2001 werden von der 3. bis 8. Klasse unterrichtet und landfristig die 1. und 2. Klasse in den Communidades im Landesinneren begleiten. Somit unterrichtet die Familien-Landwirtschaftsschule das komplette Primarium, welches in Brasilien die ersten acht Schuljahre umfasst.

Freundinnen, Freunde und Bekannte aus Deutschland begleiteten dieses Experiment bereits aus der Nähe. Sie spürten die Ernsthaftigkeit ihres Einsatzes und wissen um die hohe Nützlichkeit dieses Projekts. Ihre Präsenz ist wichtig und tat gut.

Im Abrechnungsjahr 1999 verbrauchte die Familien-Landwirtschaftsschule 106.600 DM für das Funktionieren der gesamten Schule. Knapp 69.000 DM wurde von Spendern in Deutschland beigesteuert, 21.000 DM von Misereor. Das bezeugt nach wie vor eine hohe Abhängigkeit von Deutschland, zumal im Jahr 2000 die Unterstützung von Misereor ausgelaufen ist. Im Jahr 1999 wurden für etwas mehr als 3.000 DM Acerolakonzentrat verkauft. Für Tausende von Kilos wurden keine Käufer gefunden. Zwei Käufer, mit denen feste Abmachungen galten, sind in Schwierigkeiten. Eine Kooperative schloss ihre Pforten und ein Kollege von Pirmin Spiegel aus der Nachbardiözese steht vor noch größeren Problemen, um Käufer für die Produktion zu finden. Acerolafrüchte auf dem Boden zu sehen, schmerzt sehr. Der Markt scheint nicht nach Qualität zu fragen und nach dem Ursprung der Produktion, welcher soziale Projekte aufrechterhalten will. Eine gute und wertvolle Ware ist für sich noch kein gefragtes Produkt. Im eigenen Bundesstaat Maranhao ist man verstärkt auf der Suche nach künftigen Märkten und Absatzmöglichkeiten.

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